Also: Wir sind geistige Wesen und Gott ist ein geistiges Wesen. Jetzt wissen wir schon einmal, was Gott ist. Die Frage nun ist: Wer ist er? Denn wir Menschen sind alle unterschiedlich und doch sind wir alle geistige Wesen. Also muss Gott als Geistwesen irgendwie unterschiedlich sein von uns, nicht wahr? Worin aber unterscheidet er sich?

Normalerweise geben wir Gott die Schöpfermacht. Er ist Schöpfer. Er hat uns erschaffen, denn wir haben uns ja nicht selbst erschaffen, oder?

Sind wir aber nicht auch Schöpfer? Wohl! Wir erschaffen aber noch nicht Menschen, sondern erst Maschinen, materielle Wesen.

Aber Schöpfer sind wir auch. Wir unterscheiden uns daher nur in der Macht der Schöpfung von Gott, nicht wahr?

Die Frage ist: Muss es einen Schöpfer geben, der uns erschaffen hat? Wie sollte es uns sonst geben?

Die Frage ist doch letztlich: Unterscheiden wir uns im „Wesen“ von Gott? Was ist denn das Wesen Gottes? Wenn es das Schöpfertum ist, dann haben wir es auch.

Was unterscheidet Kinder von Eltern? Ihre Reife, sonst nichts. Kinder sind ebenso Menschen wie ihre Eltern.

Die Frage also lautet: Sind wir Kinder Gottes? Das wird doch allgemein so angenommen, oder nicht? Gibt es eine geistige Elternschaft? Warum nicht? Was soll die Schöpfung sonst sein? Ein Wesen gebärt aus sich heraus ein Wesen derselben Art.

Und da haben wir ein großes Geheimnis und eine große Erkenntnis: Es gibt ein Wesen, das sich selbst erschafft und in sich selbst besteht und aus sich selbst und auch sich selbst trägt!

Wir sind geistige Wesen und Schöpferwesen. Was soll Gott mehr sein, außer dass er reifer und mächtiger ist?

Könnte daher die Antwort darin liegen, dass Gott oder göttliche Wesen unsere geistigen Eltern sind? Dass wir „Götter“ sind? Genau das sagen alle alten spirituellen Lehren, letztlich alle Religionen und auch die Geis- teswissenschaft.

Wer also ist Gott? Unsere Eltern, unser Vater, wie Christus Jesus sagt? Was soll er sonst sein?

Damit haben wir alles, was Gott ist, auch in uns. In unserem Innersten müssen wir dasselbe sein wie Gott. In unserem Innersten sind wir Gott.

Hier auf der Erde sind wir getrennt von unseren Eltern. Aber leben sie nicht in unserer Genetik mit?

Kann es eventuell sein, dass es eine geistige Genetik gibt, die besagt, dass wir niemals von Gott getrennt sind, dass er in uns ist? Dass wir Gott sind?

Das wäre die Antwort auf die Frage: Wer bin ich? Kommen wir zu der zweiten Frage: Was ist Geist? Im Neuen Testament heißt es öfters: „Gott ist Geist“:

"Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen es mit der Kraft des Geistes und in der Erkenntnis der Wahrheit tun." Joh. 4, 23-24

Wieder haben wir große Klarheit. Geist ist aber was? Wir haben das in etwa beschrieben. Aber es bleibt Einiges offen. Geist aber hat eindeutig etwas mit Denken zu tun, wenn auch göttlichem Denken, mit Gedanken, wenn auch göttlichen Gedanken, mit Ideen.

Wir können auch sagen: „Gott hat Geist“. Was ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen Sein und Haben. Da fehlt nur noch das Werden.

Wir hören, dass Gott dreifaltig ist und damit auch eine Einheit, ein einiges Wesen. bei den alten Indern hieß er „Vishva Karman“ oder auch „Brahman“ und seine Dreifaltigkeit heißt Brahma, Vishnu und Shiva.

Im Christentum heißt er Gott und seine Dreifaltigkeit heißt Vater, Sohn und Heiliger Geist. Und der Christus, der wohl am besten über Gott Bescheid wissen muss - nicht wahr? - denn er ist ja er Sohn, sagt von seinem Vater und sich, dass sie eines sind.

Das Eine, der Eine, ihn können wir „Gott“ nennen, das eine Wesen, das alles ist.

Dieses eine Wesen hat auch einen Körper, den nennen wir „Universum“, bestehend aus Milliarden von Zellen, Galaxien genannt. Und wir können Gott in seinem Körper doch jede Sekunde erleben, wie wir unsere Freundin erleben können, wenn wir ihr körperlich begegnen, nicht wahr? Wo sollen wir denn Gott sonst suchen? Als solcher ist er ein Geist, ist er Geist, im Sinne dessen, dass er ein geistiges Wesen ist.

Wir können aber auch seinem Geist begegnen, dem „Geist Gottes“, dem Heiligen Geist. Hier begegnen wir Gott in seinem Geist und das tun wir in der echten Erkenntniswissenschaft. Dort begegnen wir dem Geist Gottes, seinem Denken, seinem „heiligen“ Geist.

Wir können ihm auch in seiner Seele begegnen, denn auch Gott lebt als Körper, Seele und Geist. Und seiner Seele begegnen wir im Christus, dem Sohn, dem Fühlen, dem Mitempfinden der Liebe.

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