Wir können sagen: „Ich glaube einfach an Gott“ oder auch „ich glaube einfach nicht an Gott“. Auch das muss jeder mit sich selber ausmachen und sich fragen, ob ihm dieser Glauben und die damit verbundene Ungewissheit ausreichen.

Für den Atheisten werden wir später noch Informationen dazu haben. Für den Gläubigen sei gefragt: „An welchen Gott glaubst du dann? Ist es nicht wichtig, dass du eine ganz klare Vorstellung über Gott hast, ein kla- res Wissen und nicht nur einen vagen, abstrakten Begriff, der sich hinter einem Wort verbirgt?“

Wenn wir aber Klarheit über Gott wollen, dann reicht wiederum der Glaube nicht aus! Also mache sich ein jeder Gedanken dazu und entscheide sich dafür oder entscheide sich, sich nicht mit diesen Fragen zu beschäftigen.


Wer ist der Heilige Geist und wie finde ich ihn?

Im Neuen Testament, das ein sehr altes, letztlich - wenn man es richtig verstehen, wissenschaftliches - Dokument ist, stehen die doch mittler- weile sehr bekannten Sätze:

"Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen anderen Tröster (Beistand) geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit." Joh. 14, 16-17

"So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jün- ger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." Joh. 8, 32-33

Das ist eine klare Aussage: es gibt eine geistige Kraft, den Geist der Wahrheit und dieser liefert uns mit der Wahrheit die Freiheit. Man nannte ihn später den „Heiligen Geist“. Er ist ein heilender Geist, gemäß des alten vedischen Wortes:  

„Der größte Heiler ist Erkenntnis.“

In der Medizin nennt man ihn heute den „Geist des Placebo“. Wo finden wir diesen? In der Wissenschaft! Denn was ist der „Geist“ der Wissenschaft? Der Geist der Wahrheit! Deshalb haben wir gesagt, dass wir nur über die Wissenschaft zu Gott finden können.

Denn so wie diese Aussage klar zu verstehen ist, hat uns Gott, der Vater, in diesem Falle, seinen Geist geschickt, seinen Heiligen Geist der Wahrheit, damit wir die Wahrheit erkennen können und auch frei werden können.

Welche Wahrheiten sollen wir denn mit diesem Geist erkennen können? Ein Materialist und Naturwissenschaftler wird sagen: nur die Wahrheiten über die Materie.

Wir als Geisteswissenschaftler sagen: alle Wahrheiten, auch die über Gott. Denn der Heilige Geist ist doch der Geist Gottes! Und wenn wir mit diesem nicht Gott erkennen sollten, wie dann überhaupt?

Also: In der Wissenschaft finden wir den Heiligen Geist.

Jetzt aber stellt sich die entscheidende Frage. Wo erlebe ich den Heiligen Geist unmittelbar, also direkt? Da gibt es eine klare Antwort: im Denken. Denn Denken ist geistig. Das haben wir ja bisher erarbeitet. Dann ist es auch klar, dass es nur eine Wissenschaft geben kann, in der wir den Heiligen Geist unmittelbar erleben können: die Wissenschaft vom Denken!

Denn wenn der Heilige Geist im Denken lebt, können wir ihn nur da unmittelbar erleben und auch erforschen, und zwar wissenschaftlich! Denn es hilft uns ja wiederum nichts, wenn wir nur an die Worte dieses Neuen Testamentes glauben der sonst irgendjemand! Wir müssen ihn wissenschaftlich erforschen können und erleben und verstehen, dass es ihn gibt und dass wir genau wissen, wie wir ihn erleben und verstehen. Klar?

Wenn er aber im Denken lebt und wir nur über das Denken erreichbar ist, haben wir zunächst ein kleines Problem: Wir haben auch einen Münchhausen-Effekt. Denn das Denken würde sich selbst durch sich selbst erforschen, der Heilige Geist würde sich selbst in sich erforschen und wir wären praktisch Teilhaber, Zuseher und Akteur selber, denn es würde alles in unserem Denken stattfinden. Wo sollte es aber sonst stattfinden können?

Ist das übrigens nicht SELBSTERKENNTNIS?

Wir müssen uns also zunächst denken, dass so etwas möglich sein muss, aber eben nur im Denken. Eine Schlange, sie sich in den eigenen Schwanz beißt. Nun, der große Platon hat das schon beschreiben und benannt: den „Ouroboros“, den Selbstverzehrer oder auch Selbstschöpfer.

Genau das ist der Geist Gottes, der Heilige Geist, der Geist der Erkenntnis, der Geist der Wahrheit.

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