Um die Frage nach Gott beantworten zu können, müssen wir wissen, wie wir durch welche Instanz in uns diese Frage beantworten können. Es hilft uns heutzutage absolut gar nichts, wenn uns jemand anderes die Frage beantwortet und wir dann einfach dieser Person glauben bzw. glauben müssen.

Seht Ihr, wie zentral bedeutsam es ist, diese Frage nach der eigenen Erkenntnisfähigkeit zu klären und in diesem Zusammenhang natürlich die Frage: Wer bin eigentlich Ich?

Es macht keinen Sinn, nach Gott zu fragen, ohne zuerst nach uns selbst zu fragen und unserer Fähigkeit, solche Fragen wahrheitsgemäß beantworten zu können. Denn uns geht es doch nicht darum, zu glauben sondern zu wissen, oder? Was hilft uns heute noch ein blinder Glaube?

Also: Welche Fähigkeit haben wir in uns, eine solche Frage anzugehen? Nun, es gibt hier eine ganz klare Antwort darauf und wer uns kennt, weiß, was jetzt kommt: Es ist die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Denken und Arbeiten. Es ist die Wissenschaft. Und natürlich nicht nur die Naturwissenschaft! Denn die Naturwissenschaft wird uns nur beschränkt Antwort auf die Frage nach Gott geben können. Wir sagen nicht: Sie wird es gar nicht können, sondern sie wird nur beschränkt beitragen können.

Aber es gibt keinen anderen Weg, die Frage nach Gott zu klären. Denn die Religionen können nur an unseren Glauben appellieren, dass wir das glauben, was sie uns sagen. Aber welcher Religion sollen wir dann fol- gen, wenn sie sich alle widersprechen? Und woher nehmen die Religionen dieses Wissen? Woher sollen wir wissen, dass das die Wahrheit ist?

Warum gibt es heute noch so viel Widerstand gegen wissenschaftliches Denken? Nun, die Vertreter der Religionen werden wenig Interesse haben dieses zu fördern - außer der Naturwissenschaft. aber die Frage nach Gott wollen sie nicht der Wissenschaft überlassen, weil sie behaupten, dass diese niemals zuständig sein kann, dass man diese Frage nur mit dem Glauben beantworten kann aber niemals mit Wissen.

Der zweite Grund liegt darin, dass Wissenschaft heute praktisch gleichgesetzt wird mit Naturwissenschaft und der angrenzenden Mathematik. Das aber ist eine Unwahrheit.

Wir wissen aus der Erkenntniswissenschaft, die gleichzeitig die Wissenschaftstheorie beinhaltet, also die Frage, was Wissenschaft ist, dass Wissenschaft eine universelle Methodik ist, die auf alle Gebiete des Lebens angewendet werden kann, also auf Materie (Naturwissenschaft) und Geist (Geisteswissenschaft). Und natürlich spielt bei der Beantwortung der Frage nach Gott die Geisteswissenschaft eine entscheidende Rolle.

Also: Wenn du die Frage nach Gott für dich klären willst, musst du den Weg der Wissenschaft gehen. Wenn du wissen willst, ob es Gott gibt, wenn ja, wer er ist und dann welche Beziehung du zu ihm und Er zu dir hat, dann musst du den Weg der Wissenschaft gehen.

Das ist ein entscheidender Schritt im Leben von jedem von uns: Wenn wir die Wahrheit wissen wollen, gibt es nur diesen einen Weg, den Weg der Wahrheit. Denn sie löst uns vom blinden Glauben ab und führt und zu Wahrheit, Wissen und Gewissheit.

Wenn wir nicht bereit sind, diesen Weg zu gehen, wird uns immer der Zweifel bleiben. Und es ist das Wesen des Zweifels, dass er uns lähmt. Gewissheit verleiht unserer Seele Kraft und Flügel, Zweifel schwächt un- sere Seelenkräfte und den Mut, die Zuversicht und die Hoffnung.

Das ist es, was wir dir vermitteln wollen und empfehlen, gut darüber nachzudenken. Ohne diese Erkenntnis - und sie muss deine eigene werden! - wirst du niemals Klarheit bekommen können über Gott, wenn überhaupt eine möglich ist.

Religionsvertreter werden wie gesagt, argumentieren, dass es hier nur den Glauben gibt, der uns Antwort geben kann und es keine Gewissheit in einem Wissen über Gott geben kann.

Wir können es uns einfach und bequem machen. Wir können erstens sagen: „Ich glaube an diese Behauptung der Religionen“. Dann geben wir uns zufrieden damit, niemals Wissen über Gott bekommen zu können. Da stellt sich uns die Frage: Wollen wir das wirklich? Und diese Frage muss auch ein jeder für sich beantworten. Er kann sich dann fragen: „Was macht es mit mir, wenn ich immer in dieser Ungewissheit leben muss?“

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