Wir könnten noch mehr solche Diskussionen führen, die alle zu demselben Ergebnis führen:

Es muss eine Sphäre außerhalb der uns bekannten Materie (des Gehirns) geben, aus der die Irrtümer und letztlich die Gedanken und das Bewusstsein und das Ich kommen. Das ist so klar wie die Tatsache, dass die Fernsehbilder nicht aus dem Fernseher kommen und die Software nicht aus der Hardware des Computers. Das sind weitere Analogien für diese Erkenntnis.

Wie kann ich Gott überhaupt erkennen oder von ihm wissen?

Wir haben also herausgefunden, dass es so etwas wie „Geist“ geben muss, also etwas, was außerhalb der bekannten „Materie“ liegt, den Sender außerhalb des Empfängers „Fernseher“.

Damit haben wir uns der Frage „Wer ist Gott?“ schon ein stückweit genähert.

Wir können jetzt fragen: „Glaubst du, nein bist du dir sicher, dass es außerhalb der Materie eine geistige Sphäre geben muss?“

Das haben wir ja erarbeitet. Aber damit kommt die nächste Frage.

„Wem oder was vertraust du denn, dass das so ist, denn wir sind uns ja sicher?“

Das Gehirn kann diese Vertrauensinstanz nicht sein. Es muss eine Instanz außerhalb der Materie sein, wieder der „Geist“.

Wir fragen weiter:

„Wenn du eine solche Sicherheit hast, wer bist du dann?“

Auch hier werden wir zugeben müssen, dass wir unsere Sicherheit nicht aus dem Gehirn und der Materie bekommen können. Und wir sind uns sicher, dass wir "existieren".

Denn wir sagen ja selbst: „Ich glaube das. Ich bin mir sicher.“ Wir sagen nie und könnten das auch nicht sagen: „Mein Gehirn glaubt das oder mein Gehirn ist sich sicher“ und auch nicht „Mein Denken glaubt das oder mein Denken ist sich sicher.“

Diese Sicherheit erleben wir in uns, in unserem Ich und es ist mehr als ein Gedanke. Es muss uns also geben in einer geistigen Sphäre außerhalb der Materie.

Wir sind mit dieser grundlegenden Diskussion, die uns an die Frage nach Gott heranführt, in das Gebiet des Nachdenkens über unser Denken, über unsere Erkenntnis, unseren Glauben gekommen. Denn die Aussage: „Ich weiß, dass es eine geistige Sphäre geben muss“, gehört in jenes Gebiet der Wissenschaft, die all das untersucht; die „Erkenntniswissenschaft“.

Was wir hier betreiben ist bereits Erkenntniswissenschaft.

Und das Buch „Mit einem Satz das Leben ändern“ (Axel Burkart), der „Heimlehrgang Freiheit“ (Akademie Zukunft Mensch), der Studiengang „Holistische Erkenntniswissenschaft“ (Rudolf Steiner Holiversität) oder das Buch „Grundlinien einer Erkenntniswissenschaft der Goetheschen Weltanschauung“ von Dr. Rudolf Steiner, sie alle bearbeiten dieses Thema, alle in einer anderen Art.

Aber sie alle befassen sich mit Selbsterkenntnis! Und diese Thematik muss vor der Frage nach Gott stehen.

Denn eine Aussage „Ich glaube an Gott“ oder „Ich glaube nicht an Gott“ ist wertlos, wenn ich nicht weiß, worauf diese Aussagen überhaupt beruhen! Denn das sind doch Erkenntnisse. Und solange ich nicht weiß, was mein Erkenntnisvermögen ist und wie sehr ich mich darauf verlassen kann, sind alle solche Aussagen doch Schall und Rauch! Erst wenn ich weiß, dass ich mich auf mein Erkenntnisvermögen zu 100% verlassen kann, werden diese Aussagen wertvoll.

Bitte macht euch diese Gedanken bewusst, denkt sie durch, hinterfragt sie. Denn sie sind lebensentscheidend. Ja, sie sind lebensentscheidend! Denn wenn ich nicht eine vertrauensvolle Instanz finden kann, auf die ich mich zu 100% verlassen kann, ist doch keine Erkenntnis etwas wert, oder? Schwimmen wir dann nicht ständig in einem Ozean der Unsicherheit, des Zweifels, der Skepsis und mal auch der Unruhe oder sogar Angst?

Wir wissen das aus der Erkenntniswissenschaft und wir wissen, wo wir diese Instanz finden können. Doch dieses Wissen musst du dir auch selbst erobern. Das darfst du eben nicht glauben! Niemandem. Diese Sicherheit musst du dir selbst erobern. Diese Werke zeigen, wie das geht. Aber gehen musst du schon selbst.

Und dann wird die Frage nach Gott schon viel einfacher!

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