Eine der wichtigsten oder vielleicht die wichtigste Frage der Menschheit ist: Gibt es Gott?

Damit wollen wir uns befassen und versuchen, eine Antwort zu geben, auch auf die Fragen: Was habe ich mit Ihm zu tun? Was hat Er mit mir zu tun? Welche Rolle spielt Er oder Sie oder ES in meinem Leben?

Das Gehirn als Denker? Und: Es gibt Geist!

Stellen wir uns vor, wir treffen einen Materialisten. Vielleicht sind wir ja auch einer. Dann können wir die folgende Diskussion mit uns selbst füh- ren. Ist sicher auch ganz interessant. Dazu müssen wir einfach das „Du“ mit „Ich“ übersetzen.

Ein Materialist hat den Glaubenssatz:

„Es gibt nur die Materie und der "Geist", also das, was wir "Geist" nennen, entsteht durch die Materie.

Wir haben dazu in den Vorträgen viele Zitate bekannter Wissenschaftler gebracht, um zu zeigen, dass allgemein heute so in der Wissenschaft gedacht wird, vor allem in der Naturwissenschaft, aber nicht nur.

Einen ganz aktuellen wollen wir hier bringen:

„Bewusstsein ist eigentlich nur ein "Abfallprodukt" unserer Gehirnleistung.“ Gerald M. Edelmann, Medizin-Nobelpreisträger, in “Infonautik“, S. 26

Unser Bewusstsein und damit unser Denken, unser Ich, unser Geist, wird also vom Gehirn produziert, sozusagen als “Abfallprodukt“.

Man braucht einen solchen Menschen (oder wir uns) nicht mehr fragen, ob er an Gott glaubt! das wäre unsinnig. Denn als Materialist ist man gleichzeitig Atheist. Die Frage ist umgekehrt: Ist ein Atheist auch ein Materialist? Letztlich wahrscheinlich ja, aber da müssen wir genau nachfragen.

Wir fragen aber erst einmal den Materialisten:

„Du glaubst also, dass das die Wahrheit ist, dass es nur die Materie gibt und keinen davon unabhängigen, eigenständigen Geist?“
Er muss darauf „Ja“ sagen.
„Wem vertraust du also, dass das die Wahrheit ist?“
Er muss darauf antworten: „Meinem Gehirn“!

Dann fragen wir weiter:
"Also dein Gehirn weiß das? Dein Gehirn kennt die Wahrheit?“
Wieder muss er das bejahen, weil das ja sein Glaubenssatz ist.

„Also: Dein Gehirn sagt dir, dass es selbst deine Gedanken hervorbringt und du glaubst das, was das Gehirn dir einredet?“
Wieder muss er das bejahen.
„Woher aber weiß dein Gehirn, dass das so ist? Kann sich dein Gehirn sicher sein, dass das so ist? Woher nimmt dein Gehirn diese Sicherheit? Denke einmal ernsthaft darüber nach.“
„Ist das nicht Münchhausen, der behauptet, er wisse, dass die Gedanken, die von ihm kommen, auch er produziert und er genau wisse, dass sie von nirgendwoher sonst kommen können?“
„Du glaubst das wirklich?“
„Du glaubst wirklich, dass du keinen Einfluss darauf hast, weil ja auch du einen Nebenprodukt oder Abfallprodukt deines Gehirns bist? Du glaubst also, dass du nur ein Abfallprodukt deines Gehirns bist? Wer aber gibt dir diesen Glauben ein, wenn du nicht selbst entscheiden kannst? Was ist dann überhaupt „glauben“ bei dir? Was ist dann Gewissheit bei dir? Es ist deine Gewissheit doch nur ein Abfallprodukt deines Gehirns.“

Wenn jemand diese Fragen ernsthaft in sich bewegt, muss er an diesem Glaubenssatz zweifeln, weil er wie Münchhausen sich selbst beweist.

Das geht dann so: „Die Erde ist eine Scheibe und der Beweis dafür ist, dass die Erde eine Scheibe ist.“

Wir können dann noch weiter fragen:
„Das Gehirn arbeitet doch nach zuverlässigen Naturgesetzen, nicht wahr? Naturgesetze irren nicht, denn das ist das Wesen eines Naturgesetzes, oder? Das Gehirn arbeitet zuverlässig nach Gesetzen, oder?“

Auch das muss er bejahen, denn sonst wäre auch sein Glaubenssatz, der vom Gehirn kommt, nicht zuverlässig. Er glaubt aber an ihn und damit an die Zuverlässigkeit des Gehirns. Das muss er ja, sonst wäre seine Aussage sinnlos.

Dann stellen wir die nächste Frage: „Können Menschen irren?“

Auch diese Frage, das zeigt die Erfahrung, stimmt hundertprozentig: Es gibt den menschlichen Irrtum.

Wenn aber alle unsere Gedanken Abfallprodukte unseres Gehirns sind und das Gehirn nicht irren kann, weil es nach zuverlässigen Gesetzen arbeitet, dann kann es den menschlichen Irrtum nicht geben. Das aber ist ein Widerspruch!

Aus diesem Grunde, weil es den Irrtum gibt, können die Gedanken und das Bewusstsein nicht aus dem Gehirn kommen, auf keinen Fall der Irr- tum. Woher aber kommt er dann?

Auch diese zweite Diskussion zeigt dem Denker, dass nicht das Gehirn der Denker sein kann! Das Denken, das den Irrtum hervorbringt, muss außerhalb der materiellen Sphäre des Gehirns existieren, und zwar unabhängig vom Gehirn! Denn das Gehirn kann nicht irren, der Denker schon.

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